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| Info rund ums Akkordeon • Wo kaufe ich am besten mein Akkordeon? • Wer macht gute Reparaturen? • Wie verstärke ich den Akkordeon-Sound optimal auf der Bühne? - Antwort zu diesen und anderen häufig gestellten Fragen findet ihr nicht auf dieser Seite, sondern anderswo: Nämlich in meinen Antworten auf eure Zuschriften in der Rubrik "Leserbriefe"! |
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Literatur-Tipps für Akkordeon-Noten Oft bekomme ich e-mails von Lesern mit der Bitte, Literatur-Tipps für Akkordeon-Noten zu geben. Ich bin zwar nicht wirklich Fachmann für Akkordeon-Noten, viel lieber als in Noten zu stöbern, höre ich Stücke selbst raus. Aber einige Bücher, die mir in die Hand gekommen sind, und die ich besonders erwähnenswert fand, gibt es doch, - hier also, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit - meine Literatur-Tipps. Nächste Aktualisierung voraussichtlich im Sommer 2009 |
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Die Jazzmusiker habn ihr "Real Book" - die Bibel, in der alle wichtigen Standard-Jazz-Kompositionen verzeichnet sind. Warum gibt es nicht auch für Akkordeon so ein Buch der "angesagten" Stücke, fragte sich die Schweizer Musikerin Heidi Gürtler, und stellte – zum privaten Gebrauch – zusammen, was sie als Akkordeon-Spielstoff besonders liebt: Von Stücken aus Nino Rota's Fellini-Filmmusik ("Amacord") und Stücken von Lars Hollmer oder Jann Thiersen ("Amélie") geht die Auswahl über einige Folklore-Themen (etwa das jidische "Hobn mir a Nigundl") bis zu deftigen Evergreens ("La Vie en Rose", "Mackie Messer"). Eine schöne Sammlung; schade ist, dass sie aus rechtlichen Gründen nicht in den kommerziellen Verlags- und Vertriebsapparat aufgenommen werden kann, da ja einige der aufgenommenen Stücke urheberrechtlich geschützt sind. Wer mehr über diese Sammlung wissen will, sollte sich an Heidi Gürtler direkt wenden, hier ihre Adresse: Wenn ihr hinschreibt, richtet schöne Grüße von mir aus!
Seit den 1950'er Jahren gibt es in deutschen Notengeschäften viele Bücher, auf denen "Paris Musette" draufsteht, aber nicht unbedingt original gute Musik drin ist. Für die, die auf die richtig scharfen Originale hungern, gibt es nur eins: Musette Recueil de 110 Succes, Les Plus Grands Classiques du Répertoire Musette Editions Paul Beuscher-Arpege, Paris Es gibt mehrere Bände; man muss sie ggf. importieren lassen, aber es lohnt sich: Sie bringen kein Füllmaterial und keine Versatzstücke, sondern die witzigen, virtuosen Originalstücke aus den 1930'er und 1940'er Jahren. Das heißt natürlich auch: mittelschweres bis schweres Spielmaterial! Eine extra-Schwierigkeit: Wer die Stücke spielen will, muss sich durch die französische Bezeichnung der Akkorde (do, re, mi....) durchbeißen, zumindest gilt das für einige Bände bzw. für frühere Auflagen. Der Band 5, den ich jetzt erworben habe, hat bereits die internationalen = englischen Akkordsymbole.
Holzschuh-Musette Wer nicht so viel auf einmal braucht (jeder dieser Bände bringt nun eben wirklich "110 Erfolge" auf annähernd 300 Seiten; Preis knapp unter 30 EUR), findet neuerdings im Holzschuh-Verlag ein kleines Musette-Heft. Ich hab's nur kurz angesehen, es enthält aber auch einige der legendären Originale und scheint durchaus empfehlenswert.
Schottlische Musik im Schott-Verlag Ian Lowthian EUR 19,95 Irische Fiddle-Tunes haben die meisten von uns im Ohr. Aber Irische Musik ist ja nur ein Zweig der Musik, die auf das gemeinsame keltische Erbe zurückgreift. Einer sehr schöne Sammlung schottischer Musik ist jetzt im SCHOTT Verlag erschienen: Auch die Schotten haben ihre "Reels" und "Jigs", die in diesem Band in liebevoll ausgestalteten, mittelschweren Akkordeon-Arrangements zusammengestellt sind. Auffälliger Unterschied zu irischen Nummern: Die Vielzahl der Verziehrungen, die an die Spielweise des Dudelsacks angelehnt sind, und dem Ganzen damit einen ganz eigenen Charakter verleihen. Es macht sich hier positiv bemerkbar, dass der Autor (Ian Lowthian) selbt aktiver Musiker in der schottischen Folk-Szene ist. Zu jedem Stück gibt es – auf englisch, französisch und deutsch – einen Absatz, der auf die Herkunft des Stückes eingeht; ein Extra-Abschnitt im Vorwort geht auf die wichtigsten Verzierungen ein, und es gibt sogar einen kleinen Crash-Kurs für die Einbeziehung von Jazz-Akkordeon in die Begleitung! Zum Buch gehört eine CD, auf der der Autor alle 54 Stücke auf Akkordeon eingespielt hat. |
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Der Autor gründete als Banjo-Spieler die Klezmer-Revival-Band Kapelye; in einem ausführlichen Vorwort schildert er die Geschichte der nach USA eingewanderten jüdischen Musiker und der Klezmer-Musik in USA und die Bewegung junger Musiker, die zur Wiederentdeckung der Klezmer-Tradition führte; kurze musikalische Erklärungen grenzen das Besondere der osteuropäisch-jüdischen Musik ein. Jedes der abgedruckten Stücke ist in der zugehörigen CD in vollem Umfang durch den Ausschnitt aus einer historischen Plattenaufnahme dokumentiert. Umfassender und kompetenter geht's nicht. Die Noten sind nicht speziell für Akkordeon editiert, aber für alle die (wie in meinem Buch "Spiel Akkordeon" erklärt) mit Akkordsymbolen umgehen können, ist das kaum ein Problem. ACHTUNG: Seit Jahren behaupten Buchhändler, dieses Buch sei überhaupt nicht mehr bzw. nur noch in einer billigen Version ohne CD erhältlich. Das stimmt aber nicht (auch wenn der ursprüngliche Verlag nicht mehr existiert). Bezugsquellen-Nachweis oder Online-Bestellung erhältst du bei meinem Kreuzberger Lieblings-Buchhändler www.nik-noten.de! |
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Was genau war denn ein "Klezmer", wie war diese Musik in den Ablauf der jidischen Hochzeit eingebunden? Auf welchen Instrumenten wurde Klezmer-Musik gespielt, wie entwickelte sie sich im Verlauf der Jahrhunderte, wie setzte sie ihre Entwicklung im 20. Jahrhundert – Holocoust, Stalinismus, Emigration vieler Musiker in die USA – fort? Lest das Buch, und ihr werdet einiges darüber erfahren haben. |
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Andreas Wins:
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Tex Mex Conjunto Der amerikanische Verlag MelBay hat ein Notenbuch zur TexMex-Musik herausgebracht, in dem die Originalstücke der zugehörigen CD für Akkordeon transkribiert sind. Tex Mex Conjunto Classics mit CD, EUR 35,- MelBayPublications, ISBN 0-7866-3556-8 Die Hits sind fetzig, die transkribierten Akkordeonstimmen gar nicht mal so schwer: sehr empfehlenswert! |
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Cajun und Zydeco... Aus der Gegend um New Orleans kommt diese herrlich unbefangene, oft regelrecht schwerfällige und gerade wieder in dieser dreisten Schwerfälligkeit unheimich charmante und in ihrer Feten-Fröhlichkeit ansteckende Musik. The Greatest Sound in Cajun, Tex-Mex & Zydeco, Autor: Mark Söhngen, Verlag de Haske, NL 8440 Heerenveen, ISBN 90-431-0656-9 Der holländische Verlag de Haske hat offenbar allerhand gute Sachen für Akkordeon anzubieten. Dieses Buch mischt einige Traditionals mit vielen Eigenkompositionen von Mark Söhngen. Eigenkompositionen? Ja, und er komponiert so fetzige Stücke, dass man sie für Originale aus Louisiana und Texas halten könnte! Leider keine CD dazu. Trotzdem uneingeschränkte Empfehlung! |
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Musik von Astor Piazzolla wirft oft ein Problem auf: So komplexe Stücke, so vielfältige Läufe und Verzierungen auf dem Bandoneon, - schreibt man eine vereinfachte Fassung, gehen viele wunderschöne Einzelheiten verloren, schreibt man alles auf, ergibt sich eine Fassung, die nur sehr versierte Spieler wiedergeben können. Eine Weile hegte ich den Plan, einmal eine Handvoll von Stücken Piazzollas selbst zu arrangieren: Anspruchsvoll genug, dass der Charakter nicht verloren geht, aber dennoch so übersichtlich arrangiert, dass der Leser kein Virtuose sein muss, um sie schön klingend zu spielen. Jetzt kann ich mir diese Arbeit sparen, denn nun gibt es eine solche Sammlung: H.-G. Kölz: Holzschuh-Verlag Bestellnr. Holzschuh 1811. Eine Sammlung die ich gerne empfehlen kann! In der Reihe "Akkordeon Pur" sind weitere Titel lieferbar: Beatles-Songs, Tango-Melodien etc. etc.
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Auf den ersten Blick dachte ich: "au weia". Der Autor präsentiert
alle, aber auch wirklich alle Griffkombinationen, mit den man auf dem
Akkordeon-Bass komplexe Akkorde erzeugen kann. In den Grifftabellen (die
denen im Anhang von "AkkordeonSpiel" ähneln) wird dabei
zunächst kein Unterschied zwischen elementar gebräuchlichen
(wie "halbverminderter Akkord") und sehr ungebräuchlichen
Griffen (wie beispielsweise "C7/b5/b6") gemacht. Wer aber -
etwa aus dem Buch AkkordeonSpiel – mit den Grundlagen schon vertraut
ist, wird sehr schnell große Freude am Probieren und Entdecken bekommen. |
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••• UND EIN BUCH-TIPP: Christoph Wagner: Kein Notenbuch, aber ein unglaublich sachkundig recherchiertes Sachbuch über die Geschichte und Kulturgeschichte des Akkordeons. Die genauen Hintergründe der Erfindung, der frühen Massenproduktion etc. werden faktenreich dokumentiert, genauso aber die Verbreitung des instrumentes in der ganzen Welt, seine Bedeutung in den verschiedenen Kulturen... ... , bis hin zu Protraits der Spieler im zeitgenössischen Jazz und in der modernen Musik. Auch die Seitenzweige der Instrumenten-Familie werden in ihren Unterscheidungen und in ihrer Entstehungsgeschichte gezeigt; Bandoneon, Konzertina, diatonisches Akkordeon... Dazu kommen viele Abbildungen, viele davon aus dem umfangreichen Privatarchiv von Christoph Wagner. Ein regelrechtes "Kultbuch"! (Erschienen im SCHOTT-Verlag)
••• NOCH EIN BUCH-TIPP: E.Annie Proulx: Dieses Buch gibt es schon seit 1997 in Deutschland, aber manche von Euch kennen es vielleicht noch nicht. Es ist ein dicker Band (als Paperback etwa 670 Seiten) mit einer Folge von Kurzgeschichten, zusammengehalten durch die Hauptperson - eben das Grüne Akkordeon. "Im Jahre 1890 fertigt ein Akkordeonbauer in seinem sizilianischen Heimatdorf sein Meisterwerk, ein kleines grünes Knopfakkordeon... und macht sich auf nach "La Merica", um dort sein Glück zu versuchen. Er landet in den Docks von New Orleans und kommt schnell unter die Räder. Sein Instrument aber überlebt, ein Schwarzer nimmt es auf seinem Brennholzkahn mit, den Mississippi hinauf. So beginnt die Odyssee des grünen Akkordeons... es wird gestohlen, verkauft, verpfändet, verschenkt und begleitet die Nachfahren der verschiedenen Einwandererströme auf ihrer Suche nach einem besseren, einem lobenswerten Leben... Und beim Lesen vermeint man sie zu hören, die italienischen Liebeslieder, die deutschen Volkstänze, polnische Polkas, mexikanische Rancheros, Tango, Walzer, Chansons musette, klagende Cajun-Lieder, Swing, Zydeco und Blues..." So schwärmt der Verlagsprospekt und übertreibt dabei nur unwesentlich. Beim Lesen nervten mich manche der überdrehten Schicksals-Stories ein wenig; seither muss ich aber oft an das Buch denken und merke wie farbig mir seither die Vergeschichte der zeitgenössischen amerikanischen Folklore ist, die sich aus lauter Kulturströmen verschiedener Einwanderergenerationen und -Kulturen speist. (erschienen bei Luchterhand und in verschiedenen paperback-Editionen) |